praxis mentalwerk leistung adhs

ADHS-Spezial­sprechstunde

ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung) ist eine neuropsychologische Erkrankung, die sich durch Unaufmerksamkeit, Impulsivität und Hyperaktivität auszeichnet. Die Ursachen sind vielfältig und umfassen genetische Faktoren, neurobiologische Veränderungen sowie Umwelteinflüsse wie frühkindliche Belastungen oder psychosoziale Stressoren. 

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Testdiagnostik

Zur Testdiagnostik werden standardisierte Fragebögen, Interviews mit Betroffenen sowie Verhaltensbeobachtungen eingesetzt. Ergänzend können neuropsychologische Tests oder medizinische Untersuchungen helfen, andere Ursachen auszuschließen und eine genaue Diagnose zu stellen.

Diagnostik

Bei der Diagnostik wird zunächst eine ausführliche Anamnese erhoben, bei der die Beschwerden, deren Verlauf und relevante Vorerkrankungen erfragt werden. Anschließend erfolgt eine körperliche Untersuchung, um Auffälligkeiten festzustellen und erste Hinweise auf die Ursache zu gewinnen. Je nach Befund werden danach gezielte Laboruntersuchungen, bildgebende Verfahren oder spezielle Tests eingesetzt, um die Diagnose zu sichern und andere Erkrankungen auszuschließen.

Behandlung

Die Behandlung von ADHS erfolgt meist multimodal: Neben Verhaltenstherapie und psychoedukativen Maßnahmen können Medikamente wie Stimulanzien eingesetzt werden. Ziel ist es, die Symptome zu lindern und die Lebensqualität der Betroffenen nachhaltig zu verbessern.

Bei Erwachsenen mit ADHS stehen verschiedene medikamentöse Behandlungen zur Verfügung. Zu den häufig eingesetzten Medikamenten zählen Stimulanzien wie Methylphenidat und Amphetaminsalze. Diese wirken, indem sie die Konzentration bestimmter Botenstoffe im Gehirn erhöhen und so die Aufmerksamkeit sowie die Impulskontrolle verbessern. Stimulanzien werden meist dann eingesetzt, wenn die Symptome stark ausgeprägt sind und andere Therapien nicht ausreichend helfen.

Alternativ kommen auch Nicht-Stimulanzien wie Atomoxetin zum Einsatz, insbesondere wenn Stimulanzien nicht vertragen werden oder kontraindiziert sind. In manchen Fällen werden Antidepressiva wie Bupropion oder trizyklische Antidepressiva verschrieben, vor allem wenn zusätzlich depressive Symptome bestehen. Die Auswahl des Medikaments richtet sich nach individuellen Faktoren wie Symptomschwere, Begleiterkrankungen und Nebenwirkungsprofil.